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Relais
Relais sind elektrisch, über den Strom in der Erregerspule betätigte elektrische Schalter mit einem oder mehreren voneinander isolierten Kontaktsätzen. Es gibt Arbeitskontakte ("Schliesser", schliessen bei Stromfluss in der Spule), Ruhekontakte ("Öffner", öffnen bei Stromfluss in der Spule) und Umschaltkontakte (auch als "Wechsler" bezeichnet). Es gibt monostabile Relais, die nur solange anziehen, wie Strom in der Spule fliesst, es gibt bistabile Relais, die 2 Spulen haben und jeweils durch einen Stromstoss in eine stabile Dauerposition gebracht werden und es gibt Stromstossrelais ("Eltako"), die bei jedem Impuls ihre Schaltstellung wechseln. Ferner gibt es Gleichstrom- und Wechselstrom-Relais, letztere hauptsächlich mit 230 Volt-Wicklung. Generell besteht die Tendenz zum Einsatz von Gleichstromrelais mit Spulen für 5, 12 oder 24 Volt, vor allem weil diese Typen gut mit Mikroprozessortechnik kombinierbar sind und die Steuerschaltung mit ungefährlichen Spannungen aufgebaut werden kann. Hier wird allein die Ansteuerung monstabiler Gleichstrom-Relais beschrieben.
Da die Schaltkontakte
der Relais sehr einfache Funktionen sind, kann man sie für sehr
unterschiedliche Aufgaben einsetzen.
Trotz ihrer einfachen Funktion haben elektromechanische Relaiskontakte
komplexe Eigenschaften, die zur Vermeidung subtiler Probleme beachtet
werden sollten. Zu beachten beim Einsatz von Relais (und mechanischen Kontakten allgemein) ist das Kontaktprellen: Für 1 bis 10 Millisekunden nach dem Schaltvorgang schwingen die Kontakte, dabei ergeben sich kurzfristig unstabile Schaltzustände. Daher und auch um den Verschleiss in Grenzen zu halten sollten Relais nicht häufiger als 10 mal pro Sekunde geschaltet werden.
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| I/O Nr. | Setzen(hex.) | Setzen(dez.) | Löschen(hex.) | Löschen(dez.) |
|---|---|---|---|---|
| 0 | Z or 1 | Z or 1 | Z and FE | Z and 254 |
| 1 | Z or 2 | Z or 2 | Z and FD | Z and 253 |
| 2 | Z or 4 | Z or 4 | Z and FB | Z and 251 |
| 3 | Z or 8 | Z or 8 | Z and F7 | Z and 247 |
| 4 | Z or 10 | Z or 16 | Z and EF | Z and 239 |
Der zu sendende Steuerbefehl lautet nach Korrektur von Z:
$B0 $0E Z (dezimal: 176 14 Z)

Der aus der Sensorbox entnommene Steuerstrom wird durch den Transistorverstärker
reduziert. Es werden die gleichen Schaltungen und Programmierbefehle
wie für externe Betriebsspannung verwendet, statt der externen
Spannung Ub wird die 5 Volt Spannung aus der Sensorbox verwendet. Das
Relais kann also komplett mit einem dreiadrigen Kabel an die Patchbay
angeschlossen werden. Wird das Verbindungskabel länger als 50 cm,
sollte in der Nähe des Schalttransistors/Relais eine Parallelschaltung
eines keramischen Kondensators 100 nF mit einem Elko 100 uF zwischen
Masse und +5Volt vorgesehen werden. Man beachte die invertierende Funktion
des Verstärkers. Auch hier ist eine Löschdiode gegen Überspannung
an der Relais-Spule vorzusehen, das Risiko ist hier allerdings geringer
als beim direkten Anschluss des Relais am Mikroprozessor. Deshalb reicht
eine Standard- Siliziumdiode aus, z.B. 1N4148 oder 1N4005.
Für Relais mit Spulenwiderstand 100 Ohm oder mehr kann die unten
besprochene einfache Transistorschaltung verwendet werden. Ist der Spulenwiderstand
kleiner als 100 Ohm, wird die Schaltung mit ULN2003 empfohlen.
Technisch sehr korrekt ist in diesem Fall ferner eine Inverterschaltung
mit pnp-Transistor, die aber aus Gründen der "didaktischen Kompaktheit"
vorenthalten bleibt.
Bei Relais mit Spulenstrom unter 50 mA (ist der Fall bei den
meisten Relais mit 12 oder 24 Volt Nennspannung, bis 2 Wechsler je 10
Ampere Strombelastung) kann die Grundschaltung
folgendermassen vereinfacht werden:Relais mit externer Speisespannung
(gleiches gilt sinngemäß für Relais an der unstabilisierter
Betriebsspannung "Application I/O, Pin13")
Sollen mehrere
Relais an eine Sensorbox angeschlossen werden oder beträgt
der Spulenstrom eines Relais zwischen 50 und 500 mA, kann vorteilhaft
die integrierte Schaltung ULN2003 als Schaltverstärker eingesetzt
werden. Sollen ausnahmsweise Relais mit noch höherem Spulenstrom
verwendet werden, so wird auf die Grundschaltung
verwiesen.
Das IC UCN5841A von Allegro Microsystems (Bezugsquelle RS-Components, Best.Nr.655-177) bzw. das funktionsgleiche Teil von Fa. Micrel, MIC5841BN (RS-Components, Best.Nr. 217-5279) hat eine ähnliche Ausgangschaltung wie oben zitiertes ULN2003, aber einen seriellen Dateneingang mit Schieberegister.
Der VEE Anschluss ist zweimal vorhanden und ist gemeinsamer
Massepol der Ausgangstreiber. "Logic Ground" hingegen ist die Masseleitung
des "Application I/O" der Sensorbox. Entsprechend ist "Logic Supply"
die +5 Volt Spannung aus der Sensorbox. "Output Enable" wird normalerweise
mit "Logic Ground" verbunden. Der Anschluss "K" rechts unten ist mit
den Löschdioden verbunden und sollte beim Betrieb induktiver Lasten
(Relais, Motoren) an die positive externe Betriebsspannung der Aktuatoren
angeschlossen werden.
Bleiben die Anschlüsse für die serielle Datenübertragung:
Bei jeder positiven Flanke des CLOCK- Impulses wird der momentane Zustand
der SERIAL DATA IN Leitung abgetastet und in die erste Zelle eines Schieberegisters
übertragen. (Schwierig mit 3 Worten zu erklären was genau
ein Schieberegister ist). Jedenfalls nach 8 CLOCK-Takten und entsprechendem
DATA Input wurde ein neuer Datenzustand in einen Zwischenspeicher
im IC "hineingeschoben". Folgt nun ein positiver Impuls auf der STROBE
Leitung, so wird (erst dann !) der Datenzustand vom Zwischenregister
auf die Ausgangstreiber übertragen und dort bis zum nächsten
STROBE Impuls eingefroren ("Latch" Speicher). Von diesen 3 Dateneingängen
sollte jeweils ein Pull-Up Widerstand 4,7 Kiloohm nach +5 Volt (Logic
Supply) geschaltet werden, andernfalls kann die Sensorbox die Leitungen
nicht sicher auf High Pegel legen.
Mit jedem Schiebetakt wird ein neues Datenbit in "SERIAL DATA IN" hineingeschoben. Gleichzeitig wird das jeweils älteste im Zwischenspeicher vorhandene Bit aus SERIAL DATA OUT herausgeschoben. Daraus resultiert die Möglichkeit, mehrere dieser ICs zu kaskadieren. SERIAL DATA OUT wird mit SERIAL DATA IN des nŠchsten Bausteins verbunden. CLOCK und STROBE hingegegen werden parallel gleichzeitig an alle ICs der Kette gelegt. Es bewegt sich mit den CLOCK-Impulsen gewissermassen eine Datenpolonaise durch die Bausteine, deren momentaner Zustand mit jedem STROBE Impuls auf die Ausgangstreiber durchgeschaltet und eingefroren wird.
Theoretisch kann auf diese Art die Anzahl der Ausgangsleitungen beliebig erhöht werden. Jede digitale I/O-Leitung der Sensorbox kann als DATA, CLOCK und STROBE Leitung programmiert werden. Allerdings sollte man auf diese Art keine wirklich wichtigen Schaltfunktionen ausführen. Speziell bei improvisierten Aufbauten mit langen, wild verlegten DrŠhten kommt es mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit vor, dass der Clock-Impuls gelegentlich einen hochfrequenten Stör- Schwingungsimpuls durchfŸhrt, der dann alle Daten ungewollt zusätzlich weiterschiebt und so das Resultat völlig durcheinanderbringt. Praktisch sollte man also nicht mehr als 2 Bausteine kaskadieren und den Aufbau sehr sorgfŠltig mit kurzen Leitungen durchfŸhren. FŸr jedes IC ist ausserdem ein Entkoppelkondensator von 100 nF zwischen "Logic Ground" und "Logic Supply" direkt am IC einzulöten.
sind elektrisch zu behandeln wie Relais mit externer Speisespannung. Da sie im Vergleich zu Relais deutlich höhere mechanische Arbeit zu verrichten haben, brauchen sie in der Regel einen höheren Speisestrom, das ist bei Dimensionierung/Kühlung des Treibertransistors zu beachten. Bei Verwendung der Grundschaltung kann R* und C* entfallen.
Ansteuerung
und Programmierung wie LED.
Die Optionen der Schaltausgänge sind vielfältig, siehe Kataloge
der Hersteller oder Distributoren: Conrad, RS-Components.
Bisher eignen sich Halbleiterrelais kaum zum Schalten kleiner Spannungen
und Ströme. Beim Schalten von Wechselspannungen verringert man
die elektromagnetischen Schaltstörungen durch Einsatz von "Nullspanungs-Schaltern",
die den Umschaltprozess bis zum nächsten Nulldurchgang der Netzspannungs-Sinuskurve
verzögern.
| Beim Anschluss an Netzspannung sind die Sicherheitsvorschriften zu beachten. |
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Okt '99. Alle Angaben nach bestem Wissen.
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