Exoten
Sensorauge
Firma Sharp liefert einen interessanten optischen Entfernungsmesser mit Analogausgang (Typenbezeichnung GP2D12 --- Bezugsquelle: Conrad Elektronik, Best.Nr. 18 53 09) den man direkt an die Sensorbox anschließen kann.
Die Ausgangsspannung beträgt annähernd 0 Volt bei einer Entfernung von 80 cm oder größer, bei Annäherung bis 10 cm steigt sie auf etwa 2,5 Volt. Achtung: wenn man sich noch weiter annähert, dann sinkt die Ausgangsspannung wieder! Der Erfassungswinkel ist sehr klein, etwa 10 Grad. Bei seitlicher Abweichung wird die Messung zunehmend unpräzise. Durch Konbination mehrerer dieser Sensoren (leider nicht extrem preiswert) kann man auch ein einfaches 2- oder 3- dimensionales "Computerauge" aufbauen. Wegen der nicht idealen Charakteristik der Sensoren ist die programmtechnische Unterscheidung, welcher der Sensoren gerade "sieht", allerdings recht schwer zu programmieren.
Wenn man die Ausgangsspannung des Sensors auf dem Oszilloskop betrachtet, dann sieht man deutlich, wie die Ausgangsspannung stufenweise steigt oder fällt. Dieser Sensor ist ein typisches Beispiel für den Trend der technischen Entwicklung: In der ersten Phase der Digitaltechnologie war die primäre Funktion der meisten Sensoren analog, wurde dann mittels Analog-Digitalwandler zur digitalen Verarbeitung aufbereitet. Dieser Sensor arbeitet primär digital (vermutlich mittels eindimensionalem Zeilen-Bildsensor), wird jedoch für Low-Tech Anwendungen nachträglich in ein analoges Ausgangssignal verwandelt.
Video-Theremin
Die Idee
dieses Web-Beitrags geht davon aus, bei einem Videosignal
die Zeit zwischen dem Bildsynchronimpuls und dem ersten Bildinhalt,
der eine gewisse Helligkeitsschwelle überschreitet, zu
messen. Vom Erfinder der Idee wurde die Schaltung ursprünglich
als gestisches Steuermedium propagiert. Ebenso lässt sie
sich als Näherungssensor einsetzen. Mittels schwarzem Kasch
vor der Kamera können unwesentliche Bereiche des Gesichtsfeldes
ausgeblendet werden.
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Hier
ist eine relativ einfache Elektronik in Entwicklung, die
zusammen mit der Sensorbox diese Zeitspanne als MIDI-Datenpaket
an den Steuer-PC übermitteln kann. |
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Zur Funktion der Schaltung:
Eingespeist wird ein Composite Farb- oder Schwarzweiss Videosignal.
Im oberen Teil der Schaltung wird der Synchronimpuls herausgetastet
und daraus der Bildsynchronimpuls herausgefiltert. Er setzt
das darunter befindliche Flipflop zurück. Im unteren Teil
der Schaltung kann mit Hilfe einer "Klemmstufe" das gesamte
Videosignal in seinem Spannungswert gegenüber Masse verschoben
werden. Die RC-Kombination 1 Kiloohm/220 Picofarad filtert den
Farbträger sowie feinste Bilddetails heraus. Das so bearbeitete
Videosignal wird auf den Setzeingang des Flipflops gegeben:
übersteigt der momentane Spannungswert des Videosignals
die Schaltschwelle des Flipflops (helle Bilddetails werden als
höhere Video-Spannung übertragen), so schaltet es
um, bis es vom nächsten Vertikal-Synchronimpuls wieder
zurückgesetzt wird. Mit Hilfe des Potentiometers der Klemmstufe
kann der minimale Helligkeitswert justiert werden, bei dem die
Schaltung anspricht.
Über einen Inverter/ Puffer wird das so erzeugte, durch
den Bildinhalt längenmodulierte Schaltsignal auf den digitalen
Eingang #1 der Sensorbox gegeben.Die
Dauer dieses Signals kann per Befehl abgefragt werden.
Diese Schaltung wurde so einfach wie möglich gehalten.
Mit höherem Schaltungsaufwand liesse sich die Präzision
verbessern, mehrere unabhängige Bildfelder auswerten, ein
elektronischer Kasch einführen.
Tasten- und Schaltermatrix
Die Sensorbox kann mit wenigen externen Bauteilen eine Matrix
von max. 55 unabhängigen Tastern oder Schaltern auswerten.
Auch Mehrfachbetätigungen der Schalter werden korrekt erkannt.
Mit zusätzlichen De-Multiplexern könnte die Anzahl
der Tasten auf 32 x 11 = 352 erhöht werden. Ein Vorläufertyp
mit 49 Busch-Jaeger Lichtschaltern wurde bei der Installation
von Anne Niemetz an der HfG Karlsruhe eingesetzt.
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Nach oben hin kann das Schaltbild für die Analogeingänge
Ain 4 bis Ain 10 erweitert werden. Von den digitalen I/O wird
zyklisch umlaufend immer genau einer als Ausgang Hard
Low geschaltet, alle anderen Soft High. Entkoppelt durch die
Dioden werden genau die Eingänge vom Schaltimpuls "heruntergezogen",
deren mit der gerade "heruntergezogenen" Digitalleitung verbundener
Schalter geschlossen ist.
Die analogen Eingangsspannungen schwanken je nach Schaltzustand:
Selektierter Schalter offen: Ain = knapp 5 Volt (2. MIDI
Datenbyte etwa $70 = dez. 112 oder grösser).
Selektierter Schalter geschlossen: abhängig von
der Anzahl der in dieser Spalte geschlossenen Schalter: Ain
etwa 1 bis 2 Volt (2.MIDI Datenbyte etwa $19 bis $32 (dez. 25
bis 50).
Vor allem bei vielen analogen Eingängen ist die digitale
Auswertung der analogen Eingänge nicht sicher. Es müssen
die Analogzustände ausgewertet werden. Schwellenkriterium:
2.MIDI Datenbyte etwa grösser oder kleiner $4C (=dez. 76,
entspricht etwa 3 Volt).
Elektrisch reichen die kleinen Entkopplungsdioden 1N4148 aus.
Wenn die Matrix in freier Verdrahtung aufgebaut werden soll,
kann mit den Typen 1N4004 die mechanische Stabililtät verbessert
werden.
Lichtsensor mit Frequenzausgang
Digital I/O #1 der Sensorbox
misst (unabhängig von der sonstigen ausgeführten Aufgabe)
die Periodendauer der anliegenden Spannung. Der Messbereich liegt
etwa zwischen 128 Mikrosekunden und 32 Millisekunden. Umgekehrt
ausgedrückt können also Frequenzen zwischen ca. 31 Hz
und 8 kHz ausgewertet werden.
Die Schaltung TSL230A von Texas Instruments (Conrad Elektronik
Best.Nr. 16 39 53- 11, siehe Anmerkung unten) kann einen hohen
Umfang der Lichtintensität in einen Frequenzbereich zwischen
1 Hz und 1 MHz umsetzen, davon kann die Sensorbox nur ein kleines
Fenster auswerten.
Zur Umrechnung in
die übliche Eichung von Foto- Belichtungsmessern ist zu
beachten:
Die Einheit uW/cm2 beschreibt die objektiv auf den
Sensor fallende Bestrahlungsstärke. Das menschliche Auge
nimmt aber nur einen bestimmten Wellenlängenbereich hiervon
wahr, und dies mit unterschiedlicher Empfindlichkeit. Die Einheit
Lux (lx), mit der Belichtungsmesser geeicht sind, berŸcksichtigt
dies und beschreibt die von der menschlichen Empfindung wahrgenommene
Bestrahlungsstärke, die in diesem Kontext Beleuchtungsstärke
genannt wird. Sehr grob gemittelt kann man umrechnen: 1 uW/cm2
entspricht etwa 2,5 Lux. Zum Vergleich: die Beleuchtungsstärke
in einer U-Bahn Station beträgt etwa 50 bis 100 Lux, durchschnittliche
Beleuchtungsstärke eines Wohnraums etwa 100 bis 500 Lux,
gute Arbeitsplatzbeleuchtung 2000 Lux, draussen bei hellem bedecktem
Himmel etwa 5000 Lux bis zu 100.000 Lux bei direktem Sonnenschein.
Mit Hilfe der Steuereingänge S0 bis S3 kann die Ausgangsfrequenz
des Sensors verringert und so an die Sensorbox angepasst werden.
Hierzu eignen sich die digitalen I/O# 0 und 2, 3, 4. Im Prinzip
kann eine selbst abgleichende Schaltung programmiert werden.
Dazu wird in regelmässigen Abständen die Periode an
I/O#1 abgefragt. Ist sie zu klein oder zu gross, wird die Skalierung
per Software neu angepasst. Hoch- und Herunterschalten der Empfindlichkeit
darf allerdings nicht bei der gleichen Schwelle erfolgen, sonst
springt die Empfindlichkeit permanent hin und her. Die verschiedenen
Empfindlichkeitsbereiche müssen sich hinreichend überlappen.
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Steuerleitungen
des TSL230A
| S1 |
S0 |
Sensitivity |
S3 |
S2 |
f0 divider |
| L |
L |
Power down |
L |
L |
1 |
| L |
H |
1 x |
L |
H |
2 |
| H |
L |
10 x |
H |
L |
10 |
| H |
H |
100 x |
H |
H |
100 |
|
Es ist bemerkenswert,
dass die Schaltung TSL230A ohne weiteren Abgleich laut Herstellerangaben
eine absolute Genauigkeit von 10% aufweist, was etwa der Toleranz
professioneller analoger Belichtungsmesser entspricht. Von Conrad
Elektronik geliefert wird aber TSL230 (ohne A), diese IC-Variante
ist nur mit 20% Toleranz spezifiziert.


* Informationsstand
Okt '2000. Alle Angaben nach bestem Wissen.
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der Angaben und deren Eignung für einen bestimmten Zweck.
* Im Text zitierte Warenzeichen und Produktnamen sind Eigentum
ihrer Eigentümer.
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