Workshop
Sensoren und Steuerungstechnik im Medienbereich

© Wolfgang Schemmert

 

 

Technische Rahmenbedingungen

Multimedia – reduziert auf Bild und Ton – ist fade. Hier soll gezeigt werden, wie mit einfachen, nicht zu teuren Mitteln die reale Umgebung, die physikalische Interaktion in den Kontext Ausstellungsgestaltung, Medienkunst, Multimedia einbezogen werden kann. Ich habe mich bemüht, die Darstellung speziell für in diesem Bereich tätige GestalterInnen und ProgrammiererInnen verständlich zu machen.

Der Workshop ist gegliedert in einen Grundlagenteil und in einen Praxisteil mit konkreten Bau- und Installationsanleitungen.

Beim Einsatz von Sensorik und Steuerungstechnik im gestalterischen Kontext ist es von Vorteil, dass es hier im Unterschied zu industriellen und wissenschaftlichen Anwendungen nicht so sehr auf extreme quantitative Präzisision ankommt, stattdessen auf die qualitative "Stimmigkeit".
Wichtiger als man zuerst annimmt ist allerdings der robuste, dauerhafte und betriebssichere Aufbau – vor allem, wenn die Objekte mehrmals auf- und abgebaut werden sollen.

Die hier beschriebenen Schaltungen und Techniken sind auf keinen Fall vorgesehen für Anwendungen, bei denen durch Fehlfunktion, Unterdimensionierung, Versagen bzw. Defekt einzelner Komponenten, konzeptionelle Unzulänglichkeiten, Programmfehler oder jegliche andere Ursachen eine Gefahr für Personen oder erheblicher Sachschaden entstehen könnte. Für die Realisierung solcher Anwendungen ist unbedingt ein professionelles Planungsbüro einzubeziehen.

Soweit möglich und sinnvoll werden konkrete Bezugsquellen speziellerer Bauteile angegeben. Viele der Teile oder eine ähnliche, gleichwertige Ausführung wird man ebensogut, schneller und wegen gesparter Portokosten vielleicht preiswerter im örtlichen Fachhandel bekommen.

Um Sensoren und Aktuatoren an einen PC anzuschliessen ist meistens ein ein elektronisches Gerät notwendig zur Transformation der Ausgangssignale des Sensors in eine Signalform, die in eine der standardisierten - digitalen - PC-Schnittstellen eingespeist werden kann.
Hierzu bieten sich vor allem die seriellen Schnittstellen des PC an, oder bei neueren Rechnern auch die USB-Schnittstelle.
Als Beispiel für ein solches Interface beziehen wir uns auf die Sensorbox von Cinetix. Speziellere Ratschläge zum Anschluss und zur Programmierung der Sensorbox gibt es im Bereich "Tips&Tricks.

Auch für andere Analoginterfaces können viele der hier besprochenen Schaltungen übernommen werden. Die beschriebenen Sensoren und Aktuatoren wurden vorzugsweise so ausgewählt, dass sie für 5 Volt Betriebsspannung und für Signalspannungen im Bereich 0 bis 5 Volt geeignet sind.

Der Praxisteil gliedert sich primär nach zusammen gehörenden Schaltungs- und Arbeitstechniken.

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* Informationsstand Nov 2002. Alle Angaben nach bestem Wissen.
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